Name: Christoph Saur

Jahrgang: 1972

Familienstand: verpartnert

Beruf: Selbständiger Elektroinstallateurmeister

Verein:
HuVTV Waldfrieden München-Großhadern e.V.

 

Frage: Christoph, wie bist Du eigentlich zu den Trachtlern gekommen?
CS: Das war fast unvermeidbar. Meine Großeltern waren seit vielen Jahren im Verein sehr aktiv und auch mein Vater war mit dabei. Zum 60. Geburtstag von meinem Opa hat mir mein Vater das Schuhplatteln beigebracht. Ab da war ich dann auch aktiv im Verein mit dabei.

Frage: Hast Du Geschwister?

CS: Ja, vier jüngere Schwestern.

Frage: Was ist für Dich so besonders bei den Trachtlern, dass Du Deine Freizeit damit verbringst?
CS: Das ist schwer zu sagen. Es sind aber wohl sehr stark die Leute. Über die Zeit haben sich viele gute Freundschaften entwickelt. Ich tanze aber auch gerne. Und dann ist da das Gwand. Ich fühle mich in der Tracht einfach wohl.

Frage: Was machst Du eigentlich, wenn Du mal nicht mit den Trachtlern unterwegs bist?
CS: Nebenbei arbeite ich noch ein bisschen zum Lebensunterhalt. Ansonsten verbringe ich meine Freizeit gerne mit Freunden. Ich bin auch gerne draußen in der Natur. Im Sommer wie im Winter.

Frage: Wie ist es dazu gekommen, dass Du Gaujugendleiter geworden bist?
CS: Der Posten drohte bei der Gaujugendleiterwahl im Jahr 2004 unbesetzt zu bleiben. Ich habe die Suche nach einem neuen Gaujugendleiter eine zeitlang verfolgt, aber ein geeigneter Kandidat schien nicht gefunden zu werden. Ich habe mir dann überlegt, ob ich die Zeit, die so ein Amt verlangt, aufbringen kann und ob ich für dieses Amt auch qualifiziert genug bin. Nach einigen Gesprächen mit Conny war ich dann davon überzeugt, dass es mit ihr eine gute Zusammenarbeit geben kann und stellte mich zur Wahl.

Frage: Wie ist die Zusammenarbeit mit der ersten Gaujugendleiterin?
CS: Die Zusammenarbeit mit Conny ist sehr gut. Wir ergänzen uns. Sie springt aber auch immer wieder für mich ein oder übernimmt für mich Aufgaben und Termine, wenn ich durch meine unregelmäßige berufliche Tätigkeit verhindert bin.

Frage: Was sind Deine Aufgaben als Gaujugendleiter?
CS: Ich betreue die Jugendseiten des Isargau im Internet, bereite verschiedene Veranstaltungen vor und führe diese auch durch. Weiter ist sehr wichtig und oft auch arbeitsintensiv, die Interessen der Trachtenjugend im und gegenüber dem Gau und dem Gauausschuss zu vertreten.

Frage: Was möchtest Du gerne noch während Deiner Amtszeit als zweiter Gaujugendleiter verändern?
CS: Die Förderung des Kennenlernens und des Zusammenhalts der Trachtenjugend ist mir ein großes Anliegen. So schwebt mir vor, ein offenes Jugendtreffen einzurichten und zu etablieren. Auch die Öffentlichkeitsarbeit und Jugendwerbung möchte ich noch stärker ausbauen.

Frage: Was stört Dich besonders an der heutigen Jugend?
CS: An der Jugend an sich stört mich eigentlich kaum etwas. Es ist eine starke neue Generation, die ihr eigenes Leben leben will. Individuell und abseits alter, verstaubter Konventionen. Viel mehr stört mich die mangelnde Forderung und Förderung der heutigen Jugend, gerade in sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht, durch Eltern, Schulen, Gesellschaft und Staat. Daraus resultiert vielfach eine Orientierungslosigkeit, die sich in den kommenden Jahren und Generationen noch potenzieren wird.

Frage: Was wolltest Du schon immer mal sagen?
CS: Die Jugend ist nicht so schlecht, wie sie oft und gerne dargestellt wird. Sie wird durch ihre Umgebung erst dazu gemacht.

Christoph, danke für das Gespräch.

Das Interview führte Veronika Deinstorfer