Sucht man unter dem Begriff Brauchtum, findet man folgende Definition:

Bräuche sind Ausdruck der Tradition. Sie dienen ihrer Erhaltung und Weitergabe sowie dem inneren Zusammenhalt der Gruppe (Wikipedia).

Aber Brauchtum ist viel mehr, es ist das was Eltern ihren Kinder mit Liebe weitergeben, was Gemeinschaften zusammenschweißt.
Brauchtum und Tradition darf nichts altes festgefahrenes sein, es wird lebendig dadurch das man es lebt und auch in den Alltag einfliessen lässt.

Wir Trachtler haben es uns zur Aufgabe gemacht Brauchtum und Tradition zu pflegen, lebendig zu halten und an nachfolgende Generationen weiterzugeben.
Gerade in unserer schnelllebigen Zeit, ist es wichtig sich die Zeit zu nehmen innezuhalten und sich seiner Wurzeln zu besinnen.

A kleine Sammlung wie man Brauchtum im Jahresablauf leben kann, finden sie auf den folgenden Seiten, die meine Vorgänger bereits angelegt haben.

In diesem Sinne, Treu dem alten Brauch

 

Mundart

  • Mundarten (Dialekte) sind keine schlecht, falsch oder liederlich gesprochenen Ausdrucksformen des Hochdeutschen. Sie sind sprachliche Zeugnisse unserer Vorfahren und über Jahrhunderte lebendig geblieben.
  • Vor allem in der jetzigen Zeit ist es wichtig, mit Kindern im regionalen Dialekt zu reden, den regionalen Dialekt schmackhaft zu machen, denn Dialekt funktioniert wie eine zweite Muttersprache. Die Dialekte sind an mehr oder weniger große Landschaften gebunden, sie werden vorwiegend gesprochen und sind über lange Zeiträume recht stabil. Unsere heutige deutsche Hochsprache hat sich allmählich aus verschiedenen Mundarten entwickelt.
  • Dazu Prof. R. Widmann: Wenn a Kind sei Hoamatsproch ned scho kennt, wenn’s in d’ Schui kimmt, dann is’s eigendle scho z’spat. Mundart is a Privileg. Is was Kostbars. 
„Boarisch – des konnst net lerna und net studiern, im Herzen drin, da muasst as spürn.”

 

Brauchtum

  • Bräuche sind ein Teil des Alltags: Sie geben dem Menschen Struktur, der Rhythmus von Fest und Alltag, von Hoch-Zeit und normaler Zeit gibt dem Leben die notwendige Ordnung. Bräuche gehören durch ihre Traditionen zu den vertrauten und gewohnten Erscheinungen in unserem Leben, die uns Halt geben. Sie sind ein wesentlicher Teil des gläubigen Lebens. Es ist die „Liturgie des Volksglaubens“. Glaube kann im Brauchtum gesehen, gehört, geschmeckt, gefühlt, also begriffen werden. Es geht bei Bräuchen immer um das Aktivsein in einer Gemeinschaft. Der Volksmund sagt: Wer heute nicht an morgen denkt, ist spätestens übermorgen nur noch von gestern! Die hier und heute gelebten Werte, die übernommenen Bräuche, die vollzogen werden, prägen und verpflichten zum Nachvollzug. Es liegt an uns, diesen Bräuchen wieder einen Sinn zu geben, uns zu erinnern, dass das Feste unserer Ahnen waren. Daher ein wichtiger Leitspruch in der Trachtenbewegung: „Sitt und Tracht der Alten wollen wir erhalten“. Es ist gut für unsere Wachheit, es schärft unsere Sinne für den Lauf der Jahreszeiten, für ein Leben mit der Erde. Wir können diese Feste nutzen, um uns unser selbst und unserer Umgebung wieder bewusst zu werden. So gesehen brauchen wir diese Feste mehr als je zuvor.
  • „Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht das Bewahren der Asche“ …. genau dieses Wachsen und sich verändern von Traditionen und Riten innerhalb einer lebendigen Gemeinschaft ist damit gemeint.

 

Laienspiel

  • Laienspiel oder Laientheater bezeichnet Theateraufführungen durch nicht speziell ausgebildete und nicht bezahlte Darsteller. Im Mittelpunkt steht kein Erwerbsinteresse, sondern das Vergnügen an der künstlerischen Betätigung.
  • Die Bretter, die die Welt bedeuten, liegen nicht nur auf den Bühnen großer Theater, sondern auch in vielen unserer Trachtenvereine. Sie vermitteln und pflegen im gemeinsamen Spiel bayerische Lebensfreude, Brauchtum und die regionale Mundart. Damit erhält man kulturelle Lebensgewohnheiten und fördert auch das gesellige Beisammensein unter den Mitgliedern.